„Lass Frieden werden“

„Wir könnten den ganzen Abend weiterspielen – so schön ist es hier!“, meinte Liedermacher Jonathan Böttcher, nachdem die Zuhörerinnen und Zuhörer ihn und seine Co-Musikerin Silvia Sinning zurück auf die „Bühne“ im Großen Saal des St.-Magnus-Gemeindehauses geklatscht hatten. Denn offensichtlich hatte ihnen das, was sie in den vorhergehenden etwa 90 Minuten hatten erleben dürfen, richtig gut gefallen.

Tatsächlich war es den beiden Künstlern gelungen, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, ein Konzert der eher leisen, nachdenklichen, aber auch der zuversichtlichen, vertrauensvollen Töne und Texte.

„Lass Frieden werden“, so auch der Titel der aktuellen CD, war der rote Faden, der sich durch das gesamte Konzert zog. Wobei von Anfang an klar wurde: Frieden ist, so zumindest die Überzeugung von Jonathan Böttcher, niemals eine einseitige Angelegenheit. Er ist immer einerseits ganz und gar Geschenk Gottes – und er ist andererseits unverzichtbar abhängig vom Tun der Menschen. Er ist Zuspruch – und Anspruch. Besonders kam dieser Gedanke in dem Titelsong zum Tragen, in dessen Refrain es heißt:
„Du bist der Vater, deine Kinder sind wir!
Lass Frieden werden – und beginne bei mir!“

(Eine kleine Hörprobe aus diesem Lied finden Sie hier: http://www.dhrecords.com/Peace/mp3/LassFriedenWerden-Jonathan-Boettcher.mp3 )

Dieses Lied trifft offensichtlich einen Nerv unserer Zeit. Und so konnte der Liedermacher verkünden, dass dieser Song inzwischen in viele Sprachen übersetzt wurde – und gab gleich noch einige Kostproben davon zum besten. Nicht nur bei diesem Lied stimmten die Zuhörerinnen und Zuhörer gerne in den Gesang ein und trugen so ihren Teil zum Gelingen des Konzertes bei. Aber natürlich war dies zuallererst den beiden Darbietenden zu verdanken: Jonathan Böttcher mit seinen Liedern, seinem Gesang, seinem melodischen Gitarrenspiel und den kurzen, anregenden Zwischentexten, und Silvia Sinning, die mit dem warmen Klang ihres Saxophons und ihrer klaren Stimme an diesem Abend diese Lieder wunderbar harmonisch bereicherte. Beide saßen dann nach dem Konzert noch eine ganze Weile mit einigen der Besuchern bei Tee und Kuchen zusammen – auch dies ein wichtiger Teil eines besonderen Abends. Bleibt zu hoffen, dass beide nicht zum letzten Mal hier waren.

(Text und Bild: G. Harke)